Sam Altman warnt vor „rough vibes“ – Google übernimmt die KI-Führung

| Von Dennis Mark | AI & Technology Blog

Es ist ein ungewöhnlicher Ton aus dem Haus OpenAI: CEO Sam Altman hat im Oktober 2025 ein internes Memo an seine Mitarbeiter geschickt, in dem er vor „rough vibes“ warnt. Grund sind die massiven Fortschritte von Google im KI-Bereich.

Laut Bericht von The Information erwartet Altman „temporary economic headwinds“ für OpenAI, weil Google mit Gemini 3 und dem neuen Nano Banana Pro Modell technisch deutlich vorgelegt hat.

Besonders brisant: Google hat genau an der Stelle enorme Fortschritte gemacht, an der OpenAI selbst seit Monaten kämpft – beim Pretraining extrem großer Modelle. Die Skalierung von GPT-5 stockte genau aus diesem Grund.

Altman bleibt trotzdem kämpferisch. Er fordert sein Team auf, weiterhin „very ambitious bets“ zu setzen – etwa vollautomatisierte KI-Forschung und massive Nutzung synthetischer Daten – auch wenn OpenAI dadurch kurzfristig zurückfallen sollte.

Intern wird bereits fieberhaft an einem neuen Modell gearbeitet. Der Codename: „Shallotpeat“. Es soll OpenAI wieder an Google heranführen bzw. überholen.

Dass Altman öffentlich defensiv wirkt, ist neu. Bisher war OpenAI immer der Jäger, der mit ChatGPT und GPT-4 die Branche dominierte. Jetzt scheint Google erstmals seit langem die Nase vorn zu haben.

Die Release-Woche von Google war beeindruckend: Gemini 3 übertrifft in vielen Benchmarks GPT-4o, Nano Banana Pro bringt extrem effiziente On-Device-KI. OpenAI hat aktuell keine direkte Antwort parat.

Der KI-Wettlauf bleibt unberechenbar. Gerade die Weihnachtszeit war in den letzten Jahren immer wieder Schauplatz großer Releases (remember GPT-4 Turbo oder Grok-1). 2025 könnte ähnlich werden.

Für Investoren und die Branche ist das Memo ein klares Signal: Der Vorsprung von OpenAI schmilzt schneller als gedacht.

Altman selbst bleibt optimistisch langfristig, sieht aber kurzfristig schwierige Monate kommen.

Die „rough vibes“ könnten sich auch auf die Bewertung von OpenAI auswirken. Aktuell liegt sie bei über 150 Milliarden US-Dollar – ob das nach Googles Offensive hält, bleibt abzuwarten.

Kritische Einordnung: Google zeigt, dass enormer Rechenpower-Vorteil (TPU v5) und jahrelange Forschung sich jetzt auszahlen. OpenAI hingegen kämpft mit den physikalischen Grenzen beim Training der nächsten Generation.

Gleichzeitig beweist Altman Führungsstärke, indem er offen kommuniziert und das Team auf schwierige Zeiten einstellt – statt wie früher alles schönzureden.

Risiko: Wenn Google den Vorsprung ausbaut und gleichzeitig preislich aggressiver wird (Gemini Advanced ist günstiger als ChatGPT Plus), könnte OpenAI Marktanteile verlieren.

Chancen: „Shallotpeat“ und die angekündigten „ambitious bets“ könnten OpenAI wieder zurückkatapultieren – wie schon so oft in der Vergangenheit.

Fazit: Der KI-Thron wackelt. Google hat OpenAI erstmals seit 2022 wirklich überholt – wenn auch vielleicht nur für ein paar Monate. Die nächste Runde kommt bestimmt.

Quelle: The Information via The Rundown

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